Die schönsten Urlaubsregionen in Mähren
In Tschechien gibt es insgesamt 14 selbst verwaltende Regionen. Davon gehören 5 zu Mähren. Die Gebietseinheiten werden als kraj bezeichnet. Die verschiedenen Regionen Mährens bieten ganz unterschiedliche Vorzüge, von Natur bis Kultur, und sind als Reiseziel für einen Tschechien Kurzurlaub hervorragend geeignet.
Olmützer Region (Olomoucký kraj)
Die Olmützer Region liegt im Norden von Mähren und umfasst außerdem den äußersten Westen der historischen Landschaft Tschechisch-Schlesien. Der Verwaltungssitz der Region ist Olmütz. Die Region verfügt über eine Gesamtfläche von etwa 5.267 km², welche sich in 397 Gemeinden gliedert, davon sind 26 Städte. In der ganzen Olmützer Region leben rund 634.000 Einwohner.
Mittelmähren ist eine wunderschöne Region, voll mit Kulturdenkmälern und Naturschönheiten. Die historischen Zentren von Olmütz, Sternberg oder Prostějov sind einen Besuch auf jeden Fall wert, genauso wie die Burgen, Schlösser und Höhlen in der Umgebung von Litovla und Hranice. Ein breites Angebot an gesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen sorgt für Unterhaltung im Kurzurlaub. Auch das Altvatergebirge ist einen Besuch im Natururlaub wert. Hier gibt es malerische Naturlandschaften, saubere Luft, gut ausgebaute Wander- und Radwege, zahlreiche Unterkünfte und Entspannung in Aquazentren und Thermalbädern für ein Wellness Wochenende.
Mährisch-Schlesische Region (Moravskoslezský kraj)
Die Mährisch-Schlesische Region beherbergt insgesamt 300 Gemeinden, darunter 36 Städte. Sie grenzt im Norden und Osten an Polen, im Südosten an die Slowakei und Innerstaatlich an die Regionen Olmütz und Zlín. Die Region ist landschaftlich besonders vielfältig, weshalb sie sich hervorragend für einen Kurztrip anbietet. Der Norden ist geprägt von den Massiven des Altvatergebirges mit dem höchsten Berg Mährens, dem Altvater (Praděd) (1,491 m n. m.). Diese gehen langsam in das Niedere Gesenke, das Hochtalbeau und das Odergebirge über. In der Mitte der Region findet man dicht besiedelte Gebiete der Ebene um Troppau, die Ostrauer Pfanne und die Mährische Pforte. Bergig wird die Landschaft schließlich wieder im Südosten, durch die Beskiden. Die Region umfasst eine Fläche von etwa 5.427 km² mit ca. 1.192.834 Einwohnern.
Besucher können im Rahmen eines Kultururlaubs unter anderem das Nationale Kulturdenkmal Dolní oblast Vítkovice besichtigen. Dabei handelt es sich um ein einzigartiges technisches Denkmal. Darüber hinaus können Urlauber auch die spannenden Geheimnisse des Bergbaus im Bergbaumuseum Landek in Ostrava-Petřkovice entdecken. Die regionale Küche ist genau das richtige für Feinschmecker und Genussurlauber. Beim internationalen Musikfestival Colours of Ostrava, beim Janáček Hukvald, beim Beethoven Hradec oder beim Sommer Shakespeare Festival kommen Kulturfans ebenfalls voll auf ihre Kosten.
Südmährische Region (Jihomoravský kraj)
Die Südmährische Region beherbergt insgesamt 673 Gemeinden, darunter 50 Städte. Hier leben rund 1,19 Mio. Einwohner auf einer Fläche von etwa 7.187,8 km². Die Region grenzt an Slowakei und Österreich, sowie an die Regionen Südböhmen, Pardubice, Olmütz, Zlín und Vysočina.
Malerische Weinberge, Folklore, geheimnisvolle Höhlen und Schluchten, sowie vielfältige Möglichkeiten für Sightseeing, Einkehr oder Sport – in der Südmährischen Region muss auf nichts verzichtet werden. Die Region wird manchmal sogar als Silicon Valley bezeichnet, da sie sich vor allem durch Innovation vom Rest abhebt. Im Norden der Region liegt die tiefste Schlucht Tschechiens – Macocha – mit einer Tiefe von rund 138 Metern. Das Biosphärenreservat Pálava (Pollauer Berge) und die Kulturlandschaft Lednice - Valtice laden zu einem Kurzurlaub in der Natur ein. Wassersport Möglichkeiten gibt es an der Talsperre Nové Mlýny. Sowohl die Villa Tugendhat, als auch die Kulturlandschaft von Lednice-Valtice sind in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen worden.
Zliner Region (Zlínský kraj)
Die Zliner Region liegt im Osten Tschechiens und verfügt über eine Gesamtfläche von etwa 3.964 km², auf die sich rund 584.000 Einwohner verteilen. Die Region grenzt im Osten an die Slowakei, innerhalb Tschechiens an die Südmährische Region, sowie die Regionen Olmütz und Mährisch-Schlesien.
Die Region hat vor allem einen hügeligen Charakter, welcher sich aus Hügeln und Hochland zusammensetzt. Die beiden Landschaftsschutzgebiete Beskiden und Weiße Karpaten laden zum Verweilen inmitten der wunderschönen Naturlandschaften ein. Die Region ist besonders wegen ihrer vielen natürlichen, kulturellen und historischen Denkmäler eine Kurzreise wert. Berge, Gartenarchitektur, Kurorte, Weintäler, Überreste des Großmährischen Reiches, zahlreiche Kirchendenkmäler, historisch wertvolle Gebäude und vieles mehr reihen sich hier aneinander. In der Region treffen drei ethnografische Einheiten aufeinander; Haná, Slovácko und Walachei.
Region Hochland (Kraj Vysočina)
Die Hauptstadt der Region Hochland ist Iglau (Jihlava). Die Region umfasst den größten Teil der Böhmisch-Mährischen Höhe. Der Westen der Region gehört bereits zu Südböhmen.
Der Name der Region Vysočina kommt daher, dass sie einen großen Teil der Böhmisch-Mährischen Höhe umfasst, dabei handelt es sich um eine erhöhte Hügellandschaft zwischen den zwei historischen Ländern der Tschechischen Republik. Die Region umfasst eine Gesamtfläche von etwa 6.796 km², mit einer Einwohnerzahl von rund 509.000. In der Region gibt es im Rahmen eines Kultururlaubs eine Menge zu entdecken, zum Beispiel das historische Zentrum von Telč, die Wallfahrtskirche St. Johannes von Nepomuck auf Zelená Hora bei Žďár nad Sázavou, die jüdische Stadt und die Basilika St. Prokop in Třebíč. Diese Sehenswürdigkeiten gehören sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zahlreiche Naturschutzgebiete runden das Angebot ab.